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Hugo. Der unwerte Schatz

Kategorie:
Autor: Tino Hemmann
ISBN: 978-3869015002
Ursprungsland: Deutschland
Originalsprache: Deutsch
Veröffentlicht: 2009
Veröffentlicher:
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Die Urheberrechte ist verkauft zu:
Polen
Gebundene Ausgabe: 408 Seiten
Verlag: Engelsdorfer Verlag; Auflage: 3., überarb. Aufl. (5. August 2009)
Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 15,2 x 3,6 cm
Kurzbeschreibung
Hugo Hassel ist der nette, kleine Junge von nebenan. Hemmann beschreibt das Leipziger Kind und dessen Psyche bis ins Detail. Allmählich erst begreift der Leser, in welcher Gefahr der Junge ist. Hugo, von seinem Vater brutal misshandelt, lässt Fritz entstehen, ein Ebenbild des aufgeweckten Jungen. Fritz ist lange Zeit der einzige Vertraute. Es fällt auf, dass Hugo äußerst intelligent ist, ebenso bemerkt ein Arzt bei Hugos Einschulungsuntersuchung die zweite Persönlichkeit. Der Junge wird fortan von Professoren der Kinderpsychiatrie beobachtet. Zeitgleich rüstet sich die Regierung im Deutschen Reich für den größten Krieg seit Menschengedenken und parallel dazu für die Ausrottung unwerten Lebens. Hitlers Kindereuthanasie kommt in Gang. Unzählige Kinder sterben in Kinderfachabteilungen, aber auch in den Gaskammern, die von der Berliner T4-Zentrale im gesamten Reich eingerichtet werden. Ein Meldebogen entscheidet über die »Behandlung« der Kinder. Der Leipziger Universitätsprofessor von Rasch sieht seine Chance, mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Problematik multipler Persönlichkeitsspaltung, berühmt zu werden. Er fälscht Hugos Meldebogen und macht den Weg frei für Hugos »Desinfektion« in der Vernichtungsanstalt Pirna-Sonnenstein. Hemmanns Buch »Hugo, der unwerte Schatz« ist einer von wenigen ergreifenden Romanen, die in jüngster Zeit über die NS-Verbrechen veröffentlicht wurden. Empfohlen von Lehrerverbänden für den Einsatz im Unterricht für Schüler von 14 Jahren an.
Pressestimmen
Tino Hemmann gelingt mit seinem Roman ein beeindruckendes Gemälde des Naziterrors, das neben Imre Kertész Roman eines Schicksallosen zur Pflichtlektüre an den Schulen gehören sollte. (Hans-Henning Paetzke, Neue Zeitung Budapest)

Diese Erzählung könnte als Buch verstanden werden, das für Kinder dieser Welt geschrieben - aber an Erwachsene gerichtet wird: schließt nicht die Augen, wenn Schwache hilfebedürftige Menschen von Ideologen und Verbrechern bedrängt werden. Dem Autor ist eine Erzählung gelungen, die kein Leser jemals vergessen wird. (Marler Zeitung)

Als Mensch mit Gefühlen muss man einfach den kleinen Hugo »adoptieren« und sinnbildlich in die Arme nehmen, um ihn vor seinem Schicksal zu bewahren. Natürlich hat es keinen Zweck, denn das Kind wird weiter gequält und schliesslich ausgelöscht, einer verblendeten Wissenschaft, Geltungssucht und einer fanatischen Ideologie geopfert. Ein wichtiges Buch, dass man gelesen haben sollte! (Literaturzeitschrift)
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