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Ein Echo jener Zeit

Kategorie:
Autor: Manfred Rumpl
ISBN: 9783854208280
Ursprungsland: Österreich
Originalsprache: Deutsch
Veröffentlicht: 2012
Veröffentlicher:
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2012. Der in Syrien untergetauchte und unter dem Schutz der Assads lebende SS-Hauptsturmführer Alois Brunner, Eichmanns Erfüllungsgehilfe und verantwortlich für die Deportationen aus Wien, Berlin, Griechenland, der Slowakei und Südfrankreich, bereitet sich auf seinen 100. Geburtstag vor – und mit ihm ein Netzwerk von Alt- und Neonazis, die sich dieser Symbolfigur, aber auch seiner damals angehäuften geraubten »Schätze« bedienen wollen.

Ausgerechnet Martha, eine junge Journalistin in Wien, der die NS-Zeit wie vielen ihrer Generation sowas von egal ist, die alles darüber gehört hat und der die aktuellen Missstände der Politik wesentlich wichtiger sind als die Geschehnisse des vorigen Jahrhunderts, erhält den Auftrag, eine Serie über Alois Brunner zu schreiben. Die Recherche führt sie als erstes in die Vergangenheit ihrer eigenen Familie nach Fürstenfeld, wo ihre Großmutter, 70 Jahre danach, noch immer ins Schwärmen gerät, wenn sie vom jungen Alois Brunner berichtet, der in einem Nachbardorf aufwuchs. Die Geschichte führt Martha immer häufiger und tiefer in diese steirisch-südburgenländische Welt hinein, an der auch ihr 68er-Vater schon beinahe gescheitert wäre und ihre Mutter tatsächlich zugrunde gegangen ist …

Ein Krimi, eine Ermittlungsgeschichte, eine Serie von historischen Verbrechen – und dennoch erzählt mit unaufgeregter Ruhe, mit dem Wissen, dass nicht die Sensationsfakten zählen, sondern das Alltägliche.

»In dem Roman bewegen sich zwei Menschen aufeinander zu: Hier der fast 100-jährige SS-Hauptsturmführer Alois Brunner, der sich auf die Rückkehr nach Österreich vorbereitet. Da die Journalistin Martha Berger, die gerade erst beginnt, sich mit dem Nationalsozialismus zu beschäftigen. Besonders gut gelingt es Rumpl, sowohl in die Haut des greisen Nazi-Schergen zu schlüpfen und die Hinfälligkeit des Körpers, das langsame Verlöschen des Geistes zu beschreiben, aber auch in die Figur einer jungen unbefangenen Frau, die erst ihren Zugang zur Epoche des Nationalsozialismus finden muss.« (Stefan May, Deutschlandradio)

»Was Manfred Rumpl mit diesem Buch vortrefflich gelingt, ist das Gefühl einer Generation zu schildern, die glaubt, dass sie der Nationalsozialismus nicht mehr berühren oder interessieren müsse. Rumpl deckt auf, dass gerade durch unsere Ignoranz gegenüber diesen Problemen die Neonazis ihre ideale Entfaltungsmöglichkeit finden. Hier wird dieses Buch leider brandaktuell. Denn wie wir aus jüngster Zeit wissen, ertönen die Echos jener Zeit wieder verstärkt.« (Spunk Seipel, Literaturhaus Wien)

»Manfred Rumpl hat sein Buch zwischen Spekulation und Dokumentation angesiedelt. und vermittelt etwas besonders gut: Verwickelt sind in das, was vor gerade zwei Generationen Europa in den Abgrund stürzte, mehr, als man gerne glauben würde. Und abgeschlossen ist noch lange nichts.« (Wolfgang Huber-Lang, APA)

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