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Ansteckendes Pfeifen

Kategorie:
Autor: Peter Rühmkorf
ISBN: 978-3924283698
Ursprungsland: Deutschland
Originalsprache: Deutsch
Veröffentlicht: 2004
Veröffentlicher:
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“Vier Herren sind es, würdig und weise, die auf ihren Sockeln vor dem Haus der deutschen Dichtung wachen.” schrieb Thomas Steinfeld in der FAZ zu Peter Rühmkorfs siebzigsten Geburtstag: “Der vierte trägt gern eine Schiebermütze und gefällt sich in der Pose eines poetischen Eckenstehers.”
Der Band enthält 29 Gedichte, die Svato Zapletal in Absprache mit Peter Rühmkorf ausgesucht hat. Das Spektrum dieser Sammlung reicht von den fünfziger Jahren bis zu Gedichten, die Rühmkorf noch 2004 geschrieben hatte und die bis dahin nur in der FAZ abgedruckt wurden.

Gerade in diesen neuen Texten, vom Autor auch “Capriccios” genannt, führt Rühmkorf seine ironisch gebrochene, anspielungsreich hinterfragende und immer auch von Vanitas umwehte Lyrik zu neuer Meisterschaft: es sind kleine, trotz der Kürze reiche Assoziationen hervorrufende Szenen oder Bilder, die wie ein unerwartetes Quod erat demonstrandum mit einer erhellenden Pointe enden. Hier fließen Lebens- und Schreiberfahrung eines Autors zusammen, der, wie es in der FAZ hieß, “das engste Verhältnis zur literarischen Tradition der deutschen Sprache” hat.
So trifft man gerade auch in den früheren Gedichten über das Leben, die Liebe und die Poesie auch immer Rühmkorfs literarische Ahnen, beispielsweise in “Reisender” aus den siebziger Jahren, in dem Walther von der Vogelweide angerufen wird: “Lös oh lös meine Ketten von der Rentnerbank.” Der Wunsch des Dichters, dereinst im Himmel von Bellman, Benn und Ringelnatz eingeladen zu werden, doch bei ihnen Platz zu nehmen, ist da ebenso folgerichtig wie nachvollziehbar.
Die drei anderen Herren vor dem Haus der deutschen Dichtung sind übrigens Grass, Walser und Enzensberger, heißt es in der FAZ. Und Rühmkorf ist “der Munterste in dieser Gruppe, und deswegen hat er Freunde, wohin er auch kommt und geht.”
Johannes Nawrath
Peter Rühmkorf: Ansteckendes Pfeifen 29 Gedichte, davon zehn neue, noch nicht in Buchform veröffentlicht. Mit zehn Farblinolschnitten von Svato Zapletal. Text zweifarbig aus der Vega halbfett, 10 Punkt. Format 32 x 24 cm, 60 Seiten. Typografie und Gestaltung von Svato Zapletal, buchbinderische Verarbeitung, Atelier Krupka. Alle Exemplare von Peter Rühmkorf und Svato Zapletal signiert. Erstausgabe, Hamburg 2004.

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